Kampala - Kämpfe zwischen Volksgruppen im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo haben zu einer Massenflucht in das ostafrikanische Nachbarland Uganda geführt. Mehr als 20.000 Flüchtlinge haben nach ugandischen Angaben in den vergangenen Tagen die Grenze überquert. Zahlreiche Menschen würden täglich mit ihrem Vieh aus der nordost-kongolesischen Provinz Ituri fliehen, hieß es. Um die Versorgung der Flüchtlinge zu gewährleisten, sei Hilfe der Zentralregierung und der Vereinten Nationen dringend erforderlich, sagten Beamte in der Grenzregion.

Die ugandische Armee hatte in der vergangenen Woche begonnen, ihre 6.000 Mann aus der Provinz Ituri abzuziehen. Tausende von Angehörigen der Volksgruppe der Hema begannen daraufhin aus Angst vor Überfällen der verfeindeten Lendu, nach Uganda zu fliehen. Die ugandischen Truppen waren seit März in Ituri stationiert, um Stammeskämpfe mit Hunderten von Toten in der Unruheprovinz zu unterbinden. Nach einem Abkommen unter Vermittlung der UNO ziehen sie sich zurück. (APA/dpa)