... Johannes nennt? Eben. Trotzdem erfahren Sie es im Fernsehen, "Big Brother - The Battle" macht es möglich: "Königspython." Ja, wirklich. Türsteher Ulf, der Mann, den sie "Meister Propper" nennen, massiert Stewardesse Nadine und berichtet von einer Regung der "Königspython" in seiner Hose.

Man kann sich unschwer vorstellen, wie lustig sechs von zehn TV-Zuschauern diese Wunschvorstellung gefunden haben. Die Freude der Sendungsmacher (RTL II) dürfte auch nicht gerade klein gewesen sein. So können sie wieder einmal die quotenträchtige Frage stellen: Wie lange wird es noch dauern, bis der ach so gemeine Trieb die Kandidaten vergessen macht, dass überall Kameras postiert sind? Zeitungen und Magazine spielen brav mit. Und füllen ihren Platz mit Spekulationen, wer mit wem demnächst - na, Sie wissen schon. Die Insassen schließlich sind auch daran interessiert, die Zuschauer bei Laune zu halten. Es will ja keiner von ihnen rausgewählt werden, und das bewährteste Gegenmittel dagegen ist immer noch "auffallen". Zum Beispiel eben mit sexistischen Sprüchen und Ankündigungen, irgendwann einmal während "Big Brother - The Battle" den Hormonen freien Lauf zu lassen.

In Italien ist es übrigens schon passiert. Zu sehen war, so wird überliefert, ein großer Knäuel, bestehend aus einer Bettdecke und ab und zu hervorschauenden Beinen. Ob sich da nicht auch die hartnäckigsten Voyeure nach dem Sinn ihres Dabeiseins fragen sollten? (pi/DER STANDARD, Printausgabe, 2.5.2003)