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3D-Brillen stoßen entgegen der weitläufigen Meinung nicht auf völlige Abneigung. Bisher galt ihre Notwendigkeit zum Konsum dreidimensionaler Inhalte als Hindernis für einen Durchbruch der Technologie auf dem Markt. Überraschend viele Anwender von Videospielen stören die Brillen jedoch nicht, wie die S-3D Gaming Alliance, ein Konsortium zur Vereinheitlichung von 3D-Standards, aufzeigt. Während sich das Geschäft der Hersteller bisher nur schleppend entwickelte, kann die Industrie daher Hoffnung schöpfen. Die Gamer - nicht Filme - sind die Treiber eines möglichen Booms.

Inhalte Mangelware

Rund 80 Prozent jener Nutzer von Videospielen, die bisher noch keine 3D-Ausrüstung besitzen, sind dazu bereit, mit Brillen zu spielen. Dagegen liegt die Bereitschaft zum Konsum von Fernsehshows bei Gebrauch der Zusatzgeräte mit rund 20 Prozent deutlich niedriger. Nach Angaben von S-3D ist die 3D-Fähigkeit bei der Anschaffung eines Neugeräts für die Hälfte der Gamer, die bereits über einen Fernseher mit HDTV verfügen, sogar wichtig. Offenbar ist der Durchbruch der 3D-Technologie zu einem Massenmarkt bisher vielmehr aufgrund des Mangels an Inhalten als an technischen Hürden gescheitert.

Weltweit werden jüngsten Zahlen der NPD-Marktforscher von DisplaySearch zufolge Ende 2010 erst 3,2 Mio. 3D-TVs verkauft sein. Neben bisher kaum verfügbaren Inhalten entscheiden sich viele Verbraucher wegen der nach wie vor hohen Preise gegen die Anschaffung eines entsprechenden Geräts. In den kommenden Jahren orten die Experten aber ein enormes Wachstumspotenzial. Bis 2014 steigt der Absatz den Angaben nach auf über 90 Mio. 3D-fähige Modelle. Ihr Anteil am Flachbild-TV-Markt legt von derzeit zwei auf 41 Prozent zu. (pte)