Offenbach - Sie ist die Meryl Streep unter den einheimischen Süßwasserfischen: die Europäische Äsche (Thymallus thymallus). Nicht nur weil sie für ihre Sensibilität bekannt ist (nämlich gegenüber Umweltverschmutzungen), sondern auch weil sie Preise am laufenden Band abräumt. Zum wiederholten Male bereits wurde die Äsche mit dem Ehrentitel "Fisch des Jahres" ausgezeichnet; neuer Gültigkeitszeitraum ist das Jahr 2011. Die Wahl erfolgte durch den Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und den Verband Deutscher Sporttaucher (VDST).

Die Äsche gehört zur Familie der Lachsfische. Sie hat einen langgestreckten, seitlich abgeflachten Körper, ihr Kopf ist klein und hat eine spitze Schnauze. Der Rücken ist graugrün oder bläulich grau, die Flanken und der Bauch sind silberweiß gefärbt. Besonders auffällig ist die große Rückenflosse beim Männchen. Das Gewicht einer ausgewachsenen Äsche kann bei einer Länge von 50 Zentimeter bis zu 1,5 Kilogramm betragen. Als Speisefisch wird sie geschätzt, für eine Zucht sind ihre Ansprüche an ihren Lebensraum jedoch zu hoch.

Eine weitere positive Eigenschaft hat die Äsche ebenfalls: Sie ist nicht vom Aussterben bedroht. Vor rund 30 Jahren wurde der Äschenbestand durch die zunehmende Gewässerverschmutzung stark beeinträchtigt. Durch große Anstrengungen für reinere Gewässer habe sich die Lage aber mittlerweile verbessert, hieß es vom Verband Deutscher Sportfischer. (APA/red)