Die als Altlast N6 definierte Aluminiumschlackendeponie im Westen Wiener Neustadts sorgt für neuen Gesprächsstoff. Sie gilt für den niederösterreichischen Umweltanwalt Harald Rossmann als "tickende Zeitbombe". Obwohl derzeit keine unmittelbare Gefahr bestehe, müsse das Problem mittelfristig gelöst werden. Die Sanierung sei Sache des Bundes, die Kosten würden wohl mindestens 200 Mio. Euro betragen, sagte Rossmann am Dienstag auf Anfrage.

Laut Bundesaltlastensanierungsges.m.b.H. sollen u.a. etwa 680.000 Tonnen Aluminiumkrätzen und -stäube in der Kiesgrube liegen. Diese Hauptmenge auf der Deponie im Grundwasserreservoir Mitterndorfer Senke sei als gefährlicher Abfall einzustufen.

Es sei wohl "keine Gefahr in Verzug", aber "eine potenzielle Gefährdung gegeben", betonte auch der Wiener Neustädter Umweltstadtrat Wolfgang Mayerhofer. Die Stadt habe daher "höchstes Interesse" an einer Sanierung. Es handle sich um eine "Altlast, die seit Jahrzehnten vor sich hinruht und entsorgt werden sollte".

Die Aluminium-Schlacke soll aus Russland stammen und in den 1970er-Jahren von der Firma Almeta nach Wiener Neustadt gebracht worden sein. Das Unternehmen existiert längst nicht mehr. (APA)