Wien - Der Filmproduzent Veit Heiduschka (72) wurde im Wiener Rathaus mit der Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold ausgezeichnet. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny nannte den Gründer der Wega-Film "einen der Väter der positiven Entwicklung des österreichischen Films in den letzten Jahren" und lobte dessen "Mut, Weitblick, Konsequenz, Haltung und ein hohes Maß an Solidarität", so der Stadtrat laut Rathauskorrespondenz. "Heiduschka ist auch ein hervorragender Interessensvertreter und Kämpfer für den Film. Mit Persönlichkeiten wie Veit Heiduschka wird Wien auch weiterhin eine beachtliche Rolle als Filmstandort spielen."

"Kein anderer Filmproduzent hat es so verdient, dekoriert zu werden, wie Veit Heiduschka", hob "Kurier"-Filmkritiker Rudi John in seiner Laudatio hervor. Heiduschka habe an die fünfzig Filme gemacht und sei seinen Regisseuren stets zur Seite gestanden. Insbesondere Michael Haneke habe er den Weg durch die schwierigen Anfangsjahre frei geboxt.

Geld und Glück ... und ein gutes Team

In seinen Dankesworten stellte Veit Heiduschka fest: "Ich habe große Erfolge und große Misserfolge gehabt. Um Filme zu machen, braucht man nicht nur Geld, sondern auch Glück." Er bedankte sich schlussendlich bei seinem Team: Filme macht nie der Regisseur oder der Produzent allein, immer sei das ganz Team dafür verantwortlich.

Heiduschka holte nach eine Lehre als Einzelhandelskaufmann und Industriekaufmann die Matura nach und studierte Deutsche Philologie, Theaterwissenschaft, Psychologie und Philosophie. Nachdem er als Produktionsleiter und Geschäftsführer bei Filmgesellschaften fungiert hatte, gründete er 1980 die Wega-Film. Zu den größten Erfolgen als Produzent zählen "Müllers Büro" von Niki List, Filme von Fritz Lehner, Michael Kreihsl, Andreas Gruber und Arash T. Riahi, vor allem aber seine langjährige Zusammenarbeit mit Michael Haneke, die von der Goldenen Palme für "Das weiße Band" gekrönt wurde. (APA)