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Frühling, Sommer, Herbst und Winter - möglicherweise haben sie mehr als nur allegorische Bedeutung.

Foto: APA/Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein, Vaduz-Wien

Paris - Das Allergie-Risiko für Kinder wird einer neuen Studie zufolge womöglich vom Zeitpunkt der Schwangerschaft beeinflusst: Sind Babys im Mutterleib in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft erhöhten Allergie-Reizen wie etwa durch den Pollenflug ausgesetzt, besteht offenbar auch nach der Geburt eine höhere Anfälligkeit für Allergien, fanden finnische Forscher heraus, wie die britische Wissenschaftszeitschrift "Journal of Epidemiology and Community Health" in ihrer neuen Ausgabe vom Mittwoch berichtet.

Die Wissenschafter der Universität Oulu untersuchten 5.920 Kinder, die zwischen 2001 und 2006 in der finnischen Provinz Süd-Karelien geboren wurden. 961 von ihnen wurden im Alter von vier Jahren Haut-Allergietests unterzogen. Davon wiederum reagierten zehn Prozent derjenigen, die zwischen Oktober und November geboren worden waren, positiv auf den Allergietest. Das waren doppelt so viele wie bei den zwischen Juni und Juli Geborenen. Wie so oft bei Allergien muss die Empfindlichkeit nicht auf das ursprüngliche Allergen beschränkt bleiben - vor allem auf Milch und Eier reagierten die Oktober-November-Geborenen besonders stark.

Pech für Herbst-Babys

Als Ursache nehmen die Forscher an, dass die Herbst-Babys im Mutterleib etwa in der elften Schwangerschaftswoche einer besonders hohen Konzentration an Allergie-Reizen ausgesetzt waren - also in einem für die Entwicklung des Fötus besonders wichtigen Stadium. Dabei ging es um Birken- und Erlen-Pollen, die besonders im April und Mai fliegen.

Dagegen sind Dezember und Jänner die Monate mit den geringsten Pollen-Reizen, wodurch sich womöglich erklärt, weshalb die im Juni und Juli geborenen Babys am wenigsten anfällig auf Allergie-Reize reagierten. Durch die Allergene könnte den Forschern zufolge die Entwicklung des Immunsystems der Babys beeinflusst werden. (APA/red)