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Militärpatrouille in Peshawar: die US-Militärhilfe könnte reduziert werden

Foto: AP/Mohammad Sajjad

Washington - Die US-Regierung hat ihre Waffenhilfe für einige Einheiten der pakistanischen Streitkräfte ausgesetzt. Wie aus Regierungskreisen verlautete, stünden die betroffenen Einheiten unter dem Verdacht, Menschenrechtsverletzungen, wie unrechtmäßige Erschießungen und Folter, begangen zu haben. Bilder und ein Video, die Übergriffe gegen mutmaßliche Taliban-Sympathisanten zeigen, hatten in den USA Empörung ausgelöst.

Nach dem "Leahy Amendment" dürfen die USA Truppen, die in Gräueltaten verwickelt sind, keine Militärhilfe leisten. Das Gesetz wurde bisher nur gegen Indonesien und Kolumbien angewendet. Die Anwendung des Gesetzes gegen einen Verbündeten der USA im Krieg gegen Aufständische im Grenzgebiet zu Afghanistan zeigt, dass die Beziehungen zur pakistanischen Regierung deutlich abgekühlt sind.

Pakistan sperrte Nachschubroute

Vor allem mit der Sperre der Nachschubroute für die ISAF-Truppen, weil die Besatzung eines US-Hubschraubers einen pakistanischen Grenzposten beschossen und dabei drei Soldaten getötet hatte, dürfte Washington verärgert haben.

Es blieb zunächst unklar, wie viele pakistanische Einheiten betroffen sind und wann die Entscheidung fiel. Die sonstige Unterstützung Pakistans durch die USA wird dadurch kaum beeinträchtigt werden. Für Freitag wird die Bekanntgabe eines US-Militärhilfepakets im Wert von rund zwei Milliarden Dollar (1,437 Milliarden Euro) über die kommenden fünf Jahre erwartet. (red/APA/dapd)