London - Selbst der große Schlager der neunten Runde am Sonntagnachmittag (17.00 Uhr) zwischen Manchester City und Arsenal rückte angesichts der Causa Rooney, der doch noch seinen Vertrag bei  Manchester United verlängerte, in den Hintergrund. Dabei gilt dieses Spiel als vielleicht schon richtungsweisendes Duell für den weiteren Verlauf der Meisterschaft.

United ist als einziger Club nach acht Runden ohne Niederlage, hat aber nur drei Siege gefeiert. Das logische Resultat am Sonntag in Stoke City wäre ein Remis, nachdem das Ferguson-Team schon gegen Fulham, Everton, Bolton und Sunderland auswärts jeweils unentschieden gespielt hat. Der Coach machte nicht zuletzt das Thema Rooney dafür verantwortlich, dass seine Mannschaft derzeit nicht auf Touren kommt. So versammelten sich etwa am Donnerstagabend einige United-Anhänger vor Rooneys Haus, um gegen den bevorstehenden Abgang des Stürmers zu protestieren.

"Wir wollen nicht, dass das ewig so weiter geht. Wir wollen nicht, dass daraus eine unendliche Geschichte wird. Wenn wir nämlich so weitermachen, dass ständig über ein Individuum gesprochen wird, das damit alle Schlagzeilen und auch unser Denken dominiert, dann hätten wir unseren Job verfehlt", betonte Ferguson, der sich am Donnerstagabend mit Club-Geschäftsführer David Gill traf, um die Wechselabsichten von Rooney zu besprechen und eine Lösung dafür zu finden.

Während es für Manchester United darum geht, nicht den Anschluss an die Spitze zu verlieren, gilt es für den anderen englischen Rekordmeister Liverpool mit einem Heimsieg über die Blackburn Rovers die Abstiegszone zu verlassen. "Wir haben diesen Erfolg am Sonntag bitter nötig", sprach Trainer Roy Hodgson Klartext, nachdem die "Reds" am Donnerstagabend in der Europa League ein von Ausschreitungen italienischer Fans überschattetes torloses Remis in Neapel erreicht hatten.(APA/Reuters)