Peking/Taipeh - Taifun "Megi" hat auf seinem Weg durch den Pazifischen Ozean vermutlich fast 60 Menschen das Leben gekostet. Als er im Südosten Chinas auf das Festland traf, hatte er sich aber schon soweit abgeschwächt, dass die Behörden am Sonntag die Taifun-Warnung aufhoben und ihn nur noch als Tiefdruckgebiet einstuften. Mehr als 300.000 Menschen, die ihre Häuser sicherheitshalber verlassen hatten, hofften nun, schnell zurückkehren zu können. Am Samstag und Sonntag gab es aber noch sintflutartige Regenfälle.

Zuerst auf den Philippinen und dann auf Taiwan kamen durch "Megi" möglicherweise insgesamt 59 Menschen ums Leben und es gab schwere Zerstörungen. Allein auf Taiwan soll es bis zu 31 Tote gegeben haben. So begrub in der nordöstlichen Stadt Suao eine durch den Regen ausgelöste Schlammlawine einen buddhistischen Tempel unter sich. Dabei wurden neun Menschen getötet, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Drei Menschen ertranken in ihren Häusern.

Unter den Vermissten waren auch 19 chinesische Touristen, deren Bus von einem Erdrutsch erfasst und von der Straße in eine Schlucht gestoßen wurde. Rettungskräfte fanden zunächst nur Wrackteile des Busses. Aus einem weiteren Touristenbus, der nach Angaben der Regierung ebenfalls auf der Straße von Geröll erfasst worden war, konnten 19 chinesische Insassen gerettet werden. Der taiwanesische Lenker und der chinesische Reiseführer wurden aber noch vermisst.

"Megi" hatte vor seiner Ankunft in Taiwan auf den Philippinen 26 Menschen das Leben gekostet und Schäden in Höhe von rund 175 Millionen Dollar (125 Millionen Euro) angerichtet. (APA/dapd)