An Bord der USS Abraham Lincoln - US-Präsident George W. Bush hat die Entmachtung des irakischen Staatschefs Saddam Hussein als "entscheidenden Fortschritt" bei der Terrorbekämpfung bezeichnet. Die US-geführten Streitkräfte hätten "einen Verbündeten der Kaida (von Osama bin Laden) entfernt und eine Quelle der Terrorismus-Finanzierung trocken gelegt", sagte Bush laut am Donnerstag im Voraus auf dem US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" verbreitetem Redetext. Bush wollte auf dem Flugzeugträger noch am Donnerstag (Ortszeit) die Kriegshandlungen im Irak für beendet erklären.

Der Übergang "von der Diktatur zur Demokratie" im Irak werde Zeit erfordern, jedoch "jede Mühe lohnen", sagte Bush demnach weiter. Zu den noch bevorstehenden Aufgaben zählten die Wiederherstellung der Ordnung, die Jagd nach Anhängern Saddam Husseins, die Suche nach Massenvernichtungswaffen und humanitäre Hilfe. "Unsere Koaltion wird so lange bleiben, bis unsere Arbeit getan ist."

Bush traf unterdessen auf dem US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" ein, wo er später seine Rede halten wollte. Er landete an Bord eines S3-Viking-Kampfflugzeuges auf dem mehrere hundert Meilen vor der kalifornischen Küste fahrenden Flugzeugträger, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der frühere Pilot der Nationalgarde flog als Co-Pilot mit und entstieg der Maschine in Flieger-Uniform. Er sollte auf dem Flugzeugträger übernachten, der im Irak-Krieg eine wichtige Rolle gespielt hatte. Nach Angaben des Weißen Hauses sollte der US-Präsident am Freitag von Bord gehen, bevor das Schiff in den Hafen von San Diego in Kalifornien einläuft.

Die Rede sollte um 21.00 Uhr Ortszeit (Freitagmorgen 03.00 Uhr MESZ) beginnen. Nach Angaben von US-Regierungsmitarbeitern wird Bush die USA in seiner Rede nicht zum Sieger des Krieges erklären. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte den Irak bei einem Bagdad-Besuch am Mittwoch für "befreit" erklärt. (APA)