Washington - Die US-Behörden befürchten einen Terroranschlag aus der Luft auf das US-Konsulat in der pakistanischen Hafenstadt Karachi. Es gebe eine "glaubhafte Bedrohung", die ernst genommen werde, hieß es am Freitag aus Regierungskreisen in Washington. Die Erkenntnisse hingen mit der Festnahme des mutmaßlichen El-Kaida-Mitglieds Walid Mohammad bin Attash und weiterer Terrorverdächtiger am Dienstag in Karachi zusammen.

Zuvor hatte das US-Ministerium für Innere Sicherheit die Fluglinien und die Luftfahrtindustrie im eigenen Land aufgefordert, ihre Sicherheitsvorkehrungen gegen mögliche Terroranschläge zu erhöhen. Nach Angaben einer Ministeriumssprecherin lagen keine konkreten Hinweise auf ein mögliches Anschlagsziel vor. Ein Regierungsmitarbeiter, der ungenannt bleiben wollte, sagte hingegen, die Warnung beziehe sich in erster Linie auf das Konsulat in Karachi.

Das Konsulat in der südpakistanischen Millionenmetropole wurde bereits im vergangenen Juni geschlossen, nachdem vor seinen Toren eine Autobombe explodiert war. Am Dienstag hatten pakistanische Fahnder in Karachi sechs mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerkes El Kaida von Osama bin Laden festgenommen. Mitarbeiter des pakistanischen Innenministeriums sagten, die Gruppe habe einen massiven Terroranschlag in der Stadt geplant. In Karachi sollen hunderte moslemischer Extremisten untergetaucht sein.(APA)