Graz  - Franz Küberl bleibt Präsident der Caritas. Die Direktorenkonferenz der katholischen Hilfsorganisation hat auf ihrer derzeitigen Tagung in Graz Küberl für drei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt, berichtet die "Kathpress". Er übt die Funktion bereits seit 1995 aus. Zu den wichtigsten Herausforderungen der Zukunft zählt der Caritas-Präsident die nationale und internationale Armutsbekämpfung, die Sicherung einer menschenwürdigen Betreuung und Pflege für alle Menschen sowie ein zukunftsfähiges Bildungssystem.

Die Kürzung des Budgets der staatlichen Entwicklungshilfeagentur (ADA) bezeichnete Küberl heute als "Skandal, der zum Himmel schreit". Bis 2014 würden auf Kosten der Ärmsten insgesamt 83 Millionen Euro gekürzt.

Küberl fodert Schaffung eines Pflegefonds

Um eine menschenwürdige Betreuung und Pflege für alle sicherzustellen, forderte Küberl erneut die Schaffung eines Pflegefonds. Dieser müsse eine solidarische Finanzierung, einen Rechtsanspruch auf Pflegeleistungen, eine E-Card für die Pflege sowie eine realitätsgerechte Pflegebedarfseinstufung beinhalten.

Dringenden Handlungsbedarf ortet der Caritas-Präsident auch im österreichischen Bildungssystem. Unter anderem verlangt er eine gemeinsame Mittelschule der Zehn- bis Fünfzehnjährigen, kostenlosen Förderunterricht sowie eine Qualitätssteigerung im Kindergarten. (APA)