Berlin - Am Sonntag kommt es zwischen dem VfB Stuttgart, der nur auf dem 16. Platz zu finden ist, und dem elftplatzierten SV Werder Bremen zum Duell zweier Ösi-Vereine. "Vielleicht ist es ein Vorteil für uns, dass wir mit einem Sieg in dieses Spiel gehen und Werder am Dienstag daheim gegen Twente Enschede 0:2 verloren hat", sagte der rot-weiß-rote VfB-Stürmer Martin Harnik, der am Donnerstag in Getafe mit seinem Tor den Endstand zum 3:0 fixiert hatte.

Harnik blickt dem Wiedersehen mit seinem Ex-Arbeitgeber gelassen entgegen. "Ich muss Werder nichts beweisen, und man sollte daraus nicht mehr machen, als es ist. Aber gegen seinen Ex-Verein ist man immer noch einen Tick mehr motiviert", meinte der Stürmer, der von den Hanseaten im Sommer für 300.000 Euro an den VfB verscherbelt worden war. Vier Tore in acht Europacup-Partien hatten ihm die Bremer offenbar nicht zugetraut.

Heiß ist auch Marko Arnautovic, der bei der 2:3-Heimniederlage vor einer Woche gegen den 1. FC Nürnberg nach seiner Auswechslung (79.) sein Trikot auf den Boden schleuderte und zuletzt gegen Twente erst in der letzten halben Stunde zum Zug kam. "Wir müssen gewinnen, damit wir den Anschluss an die internationalen Plätze nicht verlieren", sagte der der Wiener, der im Gegensatz zu Sebastian Prödl nicht in der Startelf stehen dürfte. Der Steirer sollte wieder in der Innenverteidigung aufgeboten werden.

Tabellenführer Borussia Dortmund tritt am Sonntag in Hannover an, wo die 96er weiterhin auf Emanuel Pogatetz (Muskelfaserriss) verzichten müssen. Die Niedersachsen halten hinter den Kulissen nach Alternativen für ihren Kader Ausschau. So saß Manager Jörg Schmadtke vergangenen Samstag im Horr-Stadion, wo der Ex-Torhüter laut dem Fachblatt "kicker" den Austrianer Zlatko Junuzovic im Spiel gegen SC Wr. Neustadt (1:1) beobachtet haben soll. (APA)