Der Stoxx 600 konnte diese Woche im Einklang mit den Emerging Markets und den USA einen Zugewinn verbuchen. Nach einem Wochenplus von 1,85% notiert der Index somit nur noch knapp unterhalb seines Jahreshochs bei 272 Punkten. 15 der 19 Sektoren konnten zulegen. Insbesondere der Rohstoffsektor (+5%) profitierte, wie schon im März 2009, überdurchschnittlich von der Reflationierung der Märkte durch die US- Fed. Öl & Gasproduzenten sowie Automobilhersteller stiegen über 4%. Leicht im Minus schlossen hingegen der Pharma-, Immobilien, Einzelhandel- und Technologiesektor. Telekoms und Banken entwickelten sich mit einem Plus von nur knapp 1% unterdurchschnittlich.

Die Preise an den Rohstoffmärkten stiegen diese Woche abermals. Kupfer (+3%), Aluminium (+5%) und Nickel (+6%) legten teils kräftig zu. Der oft zitierte Frühindikator Kupfer notiert somit nur noch knapp unterhalb seines All- Time Highs. Ein Test in der kommenden Woche scheint bei der derzeitigen Marktkonstellation wahrscheinlich. Das Barrel Brent stieg um 5% auf USD 87. Hier ist noch Luft nach oben zu den Jahreshighs bei USD 93. Silber notiert auf einem neuen All-Time High von USD 25/Unze (+7%). Gold legte um 3% auf USD 1.383 zu (EUR 977). Die Rendite der 10J Bunds fiel um 15 Basispunkte auf 2,41%.

Schuldenquote der Industriestaaten stieg

Der IWF hält den einsetzenden Schuldenabbau in den großen Industrieländern nach den kreditfinanzierten Krisenprogrammen für angemessen. In seinem neuen "Finanzpolitischen Monitor" vom Donnerstag warnte der IWF aber vor dem hohen Risiko, dass die Investoren das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der eingeleiteten Sparmaßnahmen verlieren könnten. Die Geschwindigkeit beim Anziehen der finanzpolitischen Zügel werde im nächsten Jahr zunehmen. Während zuletzt die Verschuldung in den großen Industrieländern noch gestiegen war, verringerten sich inzwischen die Defizite in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern wegen der anziehenden Wirtschaftsentwicklung. In den Industrieländern werde der Verschuldungsgrad in diesem Jahr noch weiter steigen, sagte der IWF voraus. Die Schuldenquote dürften Ende 2011 rund 29% - gemessen am Bruttoinlandsprodukt - höher liegen als zu Beginn der Finanzkrise.

Gute Geschäfte mit Generika in den USA lassen bei Fresenius die Kassen klingeln. In den ersten neun Monaten ist das EBIT um 19% auf EUR 1,8 Mrd. gestiegen. Der Konzernumsatz kletterte um 13% auf EUR 11,8 Mrd. Für das Gesamtjahr hob Fresenius seine Prognose an. Demnach soll der Gewinn währungsbereinigt um rund 20% steigen und der Umsatz um 8-9%. Bisher hatte das Management einen Anstieg des Überschusses um 10-15% und des Umsatzes um 7-9% in Aussicht gestellt.

Dank eines freundlicheren Konjunkturumfeldes ist der Überschuss bei Societe Generale in Q3 auf EUR 896 Mio. gestiegen. Der Konsens hatte im Schnitt mit einem Gewinn von EUR 793 Mio. gerechnet. Ähnlich gut läuft es für BNP Paribas. Nach einem unerwarteten Gewinnsprung im dritten Quartal sieht man dem restlichen Jahresverlauf optimistisch entgegen. Von Juli bis September verdiente die Bank 1,9 Mrd. Euro - 46% mehr als im Vorjahresquartal und damit deutlich mehr als erwartet.