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Im Gegensatz zu den zwei südamerikanischen Vorbildern trägt die Christus-Statue in Polen eine goldene Krone

Foto: Czarek Sokolowski/dapd

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Die Spannweite der Arme beträgt 24 Meter.

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Die schwierigste Aktion ist das Heben des Kopfes - Ende Oktober war dabei bereits ein Kran umgestürzt.

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Bis zum 21. November will sich Sylwester Zawadzki seinen Lebenstraum erfüllen. Der polnische Priester hat sich das Ziel gesetzt, die welthöchste Christus-Statue bauen zu lassen, wie auf der Website des Nachrichten-TV-Sender N24 berichtet wird. Nun steht das 58 Meter hohe Standbild kurz vor der Fertigstellung. Der Standort des Riesenskulptur befindet sich nur 50 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt in der Stadt Swiedbodzin.

Höher als südamerikanische Vorbilder

"Meine erste Berufung war es, Priester zu werden, die zweite, die Statue zu bauen", erklärte der katholische Geistliche sein Vorhaben, mit dem alle vergleichbaren Objekte übertroffen werden sollen. Der polnische Christus soll sowohl die Statue "Cristo de la Concordia" (40,5 Meter) in der bolivianischen Stadt Cochabamba als auch das noch bekanntere Monument "Cristo Redentor" (38 Meter) auf dem Corcovado in Brasiliens Metropole Rio de Janeiro an Höhe übertreffen.

Wie die beiden Christus-Denkmäler in Südamerika ist auch jenes in Polen ganz in weiß gehalten, allerdings ließ Pfarrer Sylwester Zawadzki seinen Jesus zusätzlich mit einer goldenen Krone bestücken. Die Spanne der ausgebreiteten Arme der Statue beträgt 24 Meter.

Kopf blieb bei Umsturz heil

Auf die Idee zu dem Mammutprojekt sei der Priester nach eigenen Angaben vor etwa fünf Jahren gekommen. Er habe zu der damaligen Zeit damit begonnen, Land zu kaufen und Sponsoren zu suchen. Eine besondere Herausforderung sei es auch gewesen, einen ausreichend starken Kran zu finden, um den Kopf auf den Schultern zu platzieren. Ende Oktober kam es trotz Bemühungen zu einem Unfall auf der Baustelle, wobei der Kran mit dem tonnenschweren Kopf umgestürzt war.

Nachdem der Schädel heil geblieben war, titelten die Nürnberger Nachrichten mit "Beton-Christus mit wundersamer Kraft". Auch in Bayern soll es Pläne geben, ein monumentales Christus-Standbild zu errichten, wie es in dem Bericht heißt. Der oberbayerische Künstler Ludwig Valentin Angerer versuche demnach seit langem, seine Statue irgendwo im Freistaat aufzustellen. Angerers Monument wäre noch etwa 20 Meter höher als jenes in Polen. (red)