Klagenfurt - Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) will die Abschiebung jener mongolischen Familie, die seit 2004 in Klagenfurt lebt, verhindern und humanitäres Bleiberecht erwirken. Der Vater (38) und die drei Halbwaisen (von sechs bis 15) sollen in ihre Heimat zurück, wo dem Vater die Verhaftung droht. Die Kinder beherrschen weder die mongolische Sprache, noch haben sie Verwandte, die sich um sie kümmern könnten.

"Es steht fest, dass ich als Flüchtlingsreferent die Abschiebung verhindern kann und deshalb wird es auch keine Abschiebung geben", erklärte Dörfler am Sonntag gegenüber der APA. Bis spätestens kommenden Sonntag wolle der Landeshauptmann "eine endgültige Klärung und Lösung ins Ziel bringen" und ein humanitäres Bleiberecht für die vierköpfige Familie erwirken.

Dörfler habe bereits den Flüchtlingsbeauftragten Gernot Steiner angewiesen, die Ausweisung zu stoppen. Scharfe Kritik übte er auch an Innenministerin Maria Fekter (V) und der österreichischen Asylpolitik: "Die seitens des Bundes geplante Abschiebung der Familie Badrakh ist wieder ein Beispiel dafür, dass die österreichische Asylpolitik gescheitert ist. Asylverfahren dauern bei uns viel zu lange. Die Betroffenen werden über einen viel zu langen Zeitraum hingehalten, bis es zu einer definitiven Entscheidung kommt.