Bild nicht mehr verfügbar.

Die Pasok holte 35 Prozent

Foto: EPA/SIMELA PANTZARTZI

Athen - Die Griechen haben den Sozialisten von Ministerpräsident Giorgos Papandreou bei den Kommunal- und Regionalwahlen am Sonntag einen Denkzettel verpasst. Nach ersten Hochrechnungen blieb die Panhellenische Sozialistische Bewegung (Pasok) mit 35 Prozent weit hinter ihrem Ergebnis der Parlamentswahl vor 13 Monaten (damals 43,9 Prozent) zurück. Der Urnengang galt als Stimmungstest für den harten Sparkurs der Regierung.

Aber auch die stärkste Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) konnte sich nicht verbessern. Kandidaten, die die Konservativen unterstützen, kamen auf etwa 31 Prozent (33,5 Prozent bei der Parlamentswahl). Die Opposition hatte die knapp zehn Millionen Wähler aufgerufen, die Kommunalwahlen als Gelegenheit zum Protest zu nutzen.

Viele Bürgermeister und Regionalgouverneure müssen in eine Stichwahl, wie der griechische Fernsehsender Mega am Sonntagabend berichtete. In der Hauptstadt Athen gab es einen starken Rückgang der Wahlbeteiligung. Sie lag trotz Wahlpflicht bei nur etwa 53 Prozent.

Ministerpräsident Papandreou wollte sich noch am späten Sonntagabend zum Ergebnis der Wahl äußern. In den vergangenen Wochen hatte er vorgezogene Parlamentswahlen nicht ausgeschlossen, falls seine Partei die Kommunalwahlen nicht gewinnen sollte.

Der Regierungschef hatte in den vergangenen 13 Monaten eine drastische Sparpolitik durchgesetzt, um das Land vor dem Bankrott zu retten. Dagegen gab es Streiks und massive Proteste. Die Griechen hätten die Wahl, konterte Papandreou. Entweder würden seine Reformen und das harte Sparprogramm des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU) fortgesetzt oder aber das Land werde pleitegehen. (APA/dpa)