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Bei den US Open setzte sich Federer mit 6:3,7:6(4) und 6:3 durch.

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Paris - Jürgen Melzer spielt am Freitagabend gegen niemand Geringeren als Roger Federer um den erstmaligen Einzug in die Top Ten der Weltrangliste. Der Schweizer gewann am Donnerstagabend beim Pariser Masters-1000-Turnier topgesetzt gegen den Tschechen Radek Stepanek 6:4,6:3. Es ist das dritte Duell Melzers mit Federer überhaupt wie auch heuer, für den gegen den Spanier David Ferrer 7:6(6),2:6,6:3 siegreich gebliebenen Niederösterreicher geht es auch um sein erstes Halbfinale auf dieser Turnierebene.

Stepanek hielt mit Federer im ersten Satz gut mit, bei einer 5:4-Führung nutzte der Eidgenosse aber den zweiten Satzball sowie Breakball zum Gewinn des ersten Durchgangs. Damit war der Widerstand des Weltranglisten-41. gebrochen, nach einer schnellen 3:0-Führung ließ sich der Rekord-Gewinner von Grand-Slam-Turnieren den Sieg nicht mehr nehmen und servierte nach insgesamt 79 Minuten aus. Federer steht zum vierten Mal im Viertelfinale dieses Hallen-Turniers.

Federer gewinnt am laufenden Band

Weiter hat es der Weltranglisten-Zweite bei bisher sieben Versuchen erstaunlicherweise noch nicht geschafft, was Melzer aber alles andere als zum Favoriten macht. Federer hat nun elf Matchsiege en suite zu Buche stehen, hat in den vergangenen Wochen die Turniere in Stockholm und Basel für sich entschieden. Außerdem hat der wie Melzer 29-Jährige gegen diesen noch keinen Satz abgegeben.

Die Duelle mit Österreichs neuem "Sportler des Jahres" fanden in den jüngsten beiden Grand-Slam-Achtelfinali statt. In Wimbledon setzte sich Federer 6:3,6:2,6:3 durch, bei den US Open 6:3,7:6(4),6:3. Das dritte sportliche Kräftemessen der beiden ist für Freitag um frühestens 19.30 Uhr angesetzt, ORF Sport Plus überträgt live. Der Sieger trifft am Samstag auf den Franzosen Gael Monfils oder den Schotten Andy Murray.

Federer zeigte sich nach seinem Achtelfinalsieg jedenfalls vorsichtig: "Das wird kein leichtes Match gegen Jürgen, hat er doch in Shanghai Nadal besiegt. Ich fühle mich aber physisch und mental gut. Man muss gegen Saisonende frisch bleiben." Der Sieger von 65 Turnieren hatte gegen Stepanek übrigens für eine Schrecksekunde gesorgt, als er im zweiten Satz umgeknöchelt war.

Djokovic ausgeschieden

Die Überraschung des Tages lieferte Lokalmatador Michael Llodra mit einem 7:6(6),6:2-Sieg gegen den auf Position zwei gesetzt gewesenen Titelverteidiger Novak Djokovic. Der Serbe meinte danach, nicht schlecht gespielt zu haben. "Aber von Michael war es ein perfektes Match." Der Franzose ist nun wohl eine weitere Option für das Davis-Cup-Finale, noch dazu da dieses vom 3. bis 5. Dezember in Belgrad gegen Serbien zu spielen ist.

Llodra bekommt es nun mit Nikolaj Dawydenko zu tun. Der Russe überraschte mit einem Dreisatzsieg gegen den Tschechen Tomas Berdych, der derzeitige Weltranglisten-Elfte wird das Tennis-Jahr aber hinter Jürgen Melzer beenden. Für den Deutsch Wagramer gilt es nur noch, mit Michail Juschnij einen weiteren Russen zu überholen. Das vierte Viertelfinale bestreiten der US-Amerikaner Andy Roddick (8) und der Schwede Robin Söderling (4), Zweisatz-Sieger gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka.

Nichts mit dem ersten Masters-1000-Titel wird es für das Doppel Lukasz Kubot/Oliver Marach. Die Nummer-4-Paarung unterlag im Viertelfinale dem Tschechen Frantisek Cermak und dem Slowaken Michal Mertinak 5:7,6:4,9:11. Mit ihrem Achtelfinal-Sieg hatten sich der Steirer Marach und der Pole Kubot am Vortag aber schon die Qualifikation für das World-Tour-Finale gesichert, sie haben bis zum Beginn am 21. November nun eine gut einwöchige Vorbereitungszeit. (APA/AFP)