Innsbruck - Der zur Swarovski Gruppe gehörende Schleifmittelerzeuger Tyrolit mit Standort in Schwaz erwartet im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 25 Prozent. Damit würde er von 390 Mio. 2009 auf knapp unter 500 Mio. anwachsen. Die spürbare Entspannung zeige sich auch in der aktuellen Einstellungswelle, teilte das Unternehmen am Freitag in einer Aussendung mit.

2010 seien bisher allein in Schwaz 100 Mitarbeiter eingestellt worden, weltweit seien es 300 gewesen. In einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Format" war am Donnerstag von geplanten Veräußerungen von Firmenbeteiligungen der Swarovskis die Rede gewesen. Um Spekulationen vorzubeugen, habe man sich dazu entschlossen, spontan Umsatzzahlen bekanntzugeben, erklärte Unternehmenssprecher Christian Koidl.

Wie hoch der erwartet Gewinn sein werde, gab Tyrolit nicht bekannt. Starkes Wachstum sei vor allem in der Sparte Metall in Europa und Asien zu verzeichnen. Tyrolit ist beispielsweise Zulieferer für die Autoindustrie. Generelles Wachstum sei derzeit in Europa und Asien spürbar. Man sei vorsichtig optimistisch, dass dieser positive Trend anhalten werde, meinte Koidl. In Tirol seien derzeit 1.100 Mitarbeiter beschäftigt. Von Mai bis November 2009 wurde bei Tyrolit kurzgearbeitet, weil die weltweiten Absatzmärkte einbrachen und damit die Auftragslage stark zurückging.

Tyrolit ist laut eigenen Angaben weltweit einer der größten Hersteller für gebundene Schleif-, Trenn-, Bohr- und Abrichtwerkzeuge sowie von Maschinen für die Bauindustrie. Das Familienunternehmen der Swarovski Gruppe mit Stammsitz in Schwaz besteht seit 1919 und beschäftigt derzeit über 4.400 Mitarbeiter an 28 Produktionsstandorten in 13 Ländern. Das Unternehmen stellt in den Divisionen Bau, Stein und Glas, Metall und Präzision 80.000 verschiedene Produkte her. Diese werden über 29 Vertriebsgesellschaften und weitere Distributoren in 65 Ländern vertrieben. (APA)