Helsinki - Die Lutherische Kirche in Finnland ermöglicht künftig gleichgeschlechtlichen PartnerInnen ein Segensgebet für ihre Beziehung. Die volkskirchlich organisierte Religionsgemeinschaft entschied sich damit vorerst gegen jegliche Art der kirchlichen Eheschließung bei Homosexuellen-Ehen. Beim zweitägigen Konvent in Turku stimmten die Delegierten am Freitag mit 78 gegen 30 Stimmen für die Möglichkeit des Gebets auf freiwilliger Basis und in freier Form.

Erzbischof Kari Mäkinen zeigte sich über das klare Abstimmungsergebnis erfreut. Mäkinen stellte klar, dass das angebotene Segensgebet keiner förmlichen Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen durch die Kirche gleichkomme. Ein Pfarrer könne auch jederzeit und ohne dienstliche Folgen einem Paar das Segensgebet verweigern. Als nächster Schritt sollen im Rahmen der Bischofskonferenz Anweisungen zur Ausgestaltung und Durchführung von Segensgebeten erarbeitet werden. (APA)