Bagdad - Ein von der US-Armee ausgewählter irakischer Verwalter hat am Sonntag die Verantwortung für die Arbeit des Gesundheitsministeriums in Bagdad übernommen. Die Ernennung von Ali Janan al Janabi stieß jedoch bei Ärzten in Bagdad auf Kritik. In einem Regierungskrankenhaus hieß es, Al Janabi sei nicht nur Mitglied der Baath-Partei von Saddam Hussein gewesen, sondern habe seine bisherige Position als einer von zwei Vertretern des früheren Gesundheitsministers auch auf üble Art und Weise ausgenutzt.

"Nicht den Rang eines Ministers"

Nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders Al Ajzeera ist der Augenarzt Al Janabi der erste Iraker, der von der US-Armee mit der Leitung eines Ministeriums betraut wurde. Er hat nicht den Rang eines Ministers. Seine erste Amtshandlung war, alle Beamte des Ministeriums zur Rückkehr an ihre Arbeitsplätze aufzurufen. Auch im Ölministerium, dessen Gebäude beim Einmarsch der US-Armee von den Soldaten bewacht und vor Plünderung bewahrt worden war, haben inzwischen einige Beamte wieder ihre Arbeit aufgenommen. Über die Bildung einer Übergangsregierung beraten derzeit fünf irakische Parteien in Bagdad. (APA/dpa)