Wien - Der Allianz Österreich konnte in den ersten neun Monaten 2010 den Gewinn deutlich erhöhen, nahm aber weniger Prämien ein als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg um 27,3 Prozent auf 103,6 Mio. Euro, teilte die Versicherung heute, Dienstag, mit. Die Prämieneinahmen sanken in der Lebensversicherung um 10,0 Prozent auf 298,1 Mio. Euro und in Schaden/Unfall um 1,7 Prozent auf 629 Mio. Euro. Insgesamt über alle Sparten verringerten sich die abgegrenzten Brutto-Prämien um 4,1 Prozent auf 961,4 Mio. Euro.

Der Prämienrückgang in der Lebensversicherung wird von der Allianz mit "Einmaleffekten bei Einmalerlägen" begründet. Bei den laufenden Prämie habe man das Vorjahresvolumen von 262 Mio. Euro halten können. Die Leistungen in der Lebensversicherung lagen mit 233,2 Mio. Euro um 4,2 Prozent unter Vorjahr.

In der Schaden/Unfallversicherung sanken die Prämien um 1,7 Prozent auf 629,0 Mio. Euro. Die Aufwendungen gingen "dank eines bis dato insgesamt günstigen Schadenverlaufs, der von einem Ausbleiben größerer Schäden aus Naturgefahren charaktierisiert war", um 16,3 Prozent auf 405,4 Mio. Euro zurück. Die Combined Ratio - die Summe aus Schäden und Kosten gemessen an den Einnahmen - liege aktuell bei 95,4 Prozent, nach 96,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. "Bei einem normalen Schadenverlauf sind wir zuversichtlich, unsere Wunschmarke im Zielkorridor von 95 bis 96 Prozent zur erreichen", so Allianz-Österreich-Chef Wolfran Littich in der heutigen Pressemitteilung.

In der Krankenversicherung stiegen die Prämien um 6,5 Prozent auf 34,4 Mio. Euro, die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 6,8 Prozent auf 20,2 Mio. Euro.

Beim Gewinn habe die Allianz Österreich bereits jetzt den Wert des Gesamtjahres 2009 übertroffen, betonte Littich. Das Veranlagungsergebnis wurde um 26,1 Prozent auf 195,6 Mio. Euro gesteigert. Die Allianz habe den Aufwind an den Märkten genutzt und vom aktuell niedrigen Zinsenivau sowie der hohen Bewertung bei den Anleihen profitiert, heißt es in der Mitteilung. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg um 20,8 Prozent auf 47,8 Mio. Euro.(APA)