Zum Schutz vor Cholera informiert das Rote Kreuz in Haiti die Bevölkerung erstmals per SMS. Seit Ausbruch der Seuche Ende Oktober seien mehr als zwei Millionen Mitteilungen gesendet worden, sagte der Pressereferent des Deutschen Roten Kreuzes, Fredrik Barkenhammar, am Mittwoch in Berlin in einem dapd-Gespräch. Handys seien in dem armen Land weit verbreitet und äußerst günstig.

In den Kurzmitteilungen werde beispielsweise darüber informiert, wie wichtig zur Vorbeugung Händewaschen sei und dass keinesfalls verschmutztes Wasser getrunken werden dürfe.

Reaktion

Die Internationale Föderation des Roten Kreuzes teilte in Genf mit, mehr als 75.000 Menschen hätten auf die Kurzmitteilungen reagiert und eine kostenlose Informationsnummer angerufen, um weitergehende Informationen zu bekommen. Es sei verständlich, dass der Fokus angesichts der steigenden Zahl der Cholera-Fälle auf ärztlicher Behandlung liege, wird der Leiter der haitianischen Delegation des Roten Kreuzes, Marcel Fortier, zitiert. "Aber Behandlung ist nur der eine Teil der Antwort. Vorbeugung ist noch wichtiger." Das Rote Kreuz informiere auch über das Radio und setze Lastwagen mit Lautsprechern ein. Darüber hinaus verkündeten 1.000 haitianische Freiwillige Vorbeugemaßnahmen. (APA/dapd)