Hamburg - Angesichts der neuerlichen Terrorwarnungen hat der deutsche Bundesinnenminister de Mazière die Bürger eindringlich zu Ruhe und Besonnenheit ermahnt. "Der internationale Terrorismus möchte in unserem Land Angst und Schrecken verbreiten. Das lassen wir nicht zu", sagte de Maizière am Donnerstag in Hamburg. Zudem äußerte sich der Minister erstmals zu einer möglichen Anschlagsplanung.

Das Szenario, auf das man sich im Wesentlichen vorbereite, sei, "dass Terroristen von außen in das Land kommen und bald nach Ankunft ohne Vorwarnung in einem Gebäude oder in einem sichtbaren Platz einen Anschlag begehen, wissend, dass sie das im Zweifelsfall nicht überleben werden", sagte der Minister am Donnerstagabend im ZDF. Dies sei ein ähnliches Szenario wie bei den Terroranschlägen in Mumbai im Jahr 2008.

Bombenattrappe in Namibia

Unterdessen stellten Sicherheitskräfte in Namibia ein verdächtiges Fluggepäckstück mit einem möglichen Sprengsatz sicher. Es sollte nach Angaben des deutschen Bundeskriminalamtes auf einen Charterflug nach Deutschland verladen werden. Wie das BKA in Wiesbaden mitteilte, zeigten sich beim Durchleuchten des Gepäcks Batterien, die über Kabel mit einem Zünder und einer laufenden Uhr verbunden waren. Laut ZDF handelt es sich um eine Bombenattrappe. Es sei offenbar ein Testlauf gewesen von Behörden, um die Aufmerksamkeit der Gepäckkontrolle zu testen, berichtete der Sender am Donnerstagabend. Es handle sich bei dem Fund um einen industriell gefertigten Sprengsatz speziell für Sicherheitstests. (APA)