Rangun - In einem Hotel der burmesischen Metropole Rangun sind nach einem Pressebericht vier Zeitbomben gefunden und entschärft worden. Ein "pflichtbewusster Bürger" habe die Behörden auf zwei verdächtige Pakete aufmerksam gemacht, die sich unter einem Tisch in dem Hotel im Stadtzentrum befunden hätten, berichtete die staatliche Zeitung "Myanma Ahlin" am Freitag. Sprengstoffexperten entschärften am Mittwoch die Bomben und fahndeten nach den Urhebern.

Am Rande der Feiern zum buddhistischen Neujahrsfest war es im April in Rangun zu drei Explosionen gekommen. Dabei wurden neun Menschen getötet und 170 weitere verletzt. Zuvor waren vor einem Jahr Sprengstoffanschläge verübt worden, die das herrschende Militärregime separatistischen Kräften des Karen-Volkes angelastet hatte.

Der jüngste Sprengstofffund folgte nur wenige Tage nach der Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi aus dem Hausarrest. Suu Kyi will kompromisslos für die Wiederzulassung ihrer Nationalen Liga für Demokratie (NLD) und die Freilassung aller anderen politischen Gefangenen kämpfen. Suu Kyi bleibt durch Bestimmungen der 2008 vom Militär erlassenen autoritären Verfassung und durch das Parteiengesetz von jeder politischen Betätigung ausgeschlossen. (APA)