Wegen eines Streiks der Gewerkschaft der Seeleute ist es am Dienstag zu erheblichen Problemen im Fährverkehr in Griechenland gekommen. Betroffen waren vor allem die Verbindungen in der Ägäis. Am Dienstagmorgen lief keine einzige Fähre aus Piräus zu den Ägäisinseln aus. Der Streik sollte um 06.00 Uhr Ortszeit (05.00 MEZ) am Mittwoch in der Früh zu Ende gehen. Damit sind viele Inseln, die keinen Flughafen haben, für 24 Stunden von der Außenwelt abgeschnitten, wie das staatliche Radio berichtete.

Der internationale Verkehr zwischen Italien und Griechenland in der Adria und im Ionischen Meer sei von dem Streik nicht betroffen, hieß es. Die Seeleute protestieren damit gegen das harte Sparprogramm der sozialistischen Regierung in Athen und fordern mehr Geld.

Die zwei größten Gewerkschaftsverbände des privaten und des staatlichen Sektors wollen am 15. Dezember abermals mit landesweiten Streiks gegen die harten Sparmaßnahmen der sozialistischen Regierung protestieren, mit denen das Land vom Bankrott gerettet werden soll. (APA)