Santiago de Chile - Die in einem chilenischen Bergwerk für Arbeitsplätze streikenden Frauen haben ihre Aktion nach Zugeständnissen der Regierung beendet. Die örtliche Gouverneurin habe die weitere staatliche Finanzierung von 2.000 Arbeitsplätzen in der von dem Jahrhundertbeben im Februar stark zerstörten Region im Süden des Landes zugesagt, berichteten nationale Medien am Dienstag. Die Frauen wurden daraufhin von Feuerwehrleuten aus dem stillgelegten Kohlebergwerk bei der Stadt Lota etwa 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago gebracht.

Die Streikenden, bei denen es sich in der Mehrzahl um alleinerziehende Mütter handelt, hatten sich am Dienstag in dem stillgelegten Kohlebergwerk bei der Stadt Lota etwa 500 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago verschanzt. Sie verlangten, dass der Staat den Opfern des verheerenden Erdbebens ebenso hilft wie den 33 Bergleuten, die im Oktober nach mehr als zwei Monaten unter Tage unter großem Einsatz gerettet worden waren. Sie forderten, dass staatlich finanzierte Arbeitsplätze in der Region weiterbestehen sollten. Die Regierung von Präsident Sebastian Pinera hatte das zunächst abgelehnt.

Das Erdbeben vom Februar mit einer Stärke von 8,8 war eines der heftigsten je registrierten Beben und hatte etwa 500 Menschen das Leben gekostet. An Häusern und Infrastruktur entstanden in der ohnehin armen Region Schäden in Höhe von etwa 30 Milliarden Dollar (22 Milliarden Euro). Die Arbeitslosenquote stieg in einigen Regionen auf fast 20 Prozent. (APA/dpa)