Islamabad - In Terrorlagern im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan halten sich nach Schätzungen des pakistanischen Geheimdienstes ISI rund 20 Deutsche auf. Die Mehrheit davon seien deutsche Staatsbürger aus muslimischen Herkunftsländern, sagte ein ISI-Offizier, der ungenannt bleiben wollte, der Nachrichtenagentur dpa in Islamabad. Unter den "deutschen Dschihadis" seien aber auch einige Konvertiten. Genaue Erkenntnisse darüber, wofür die Bundesbürger trainiert würden, habe der ISI nicht.

Außer Deutschen würden auch etwa Amerikaner oder Briten in den Lagern ausgebildet, sagte der Offizier. Die genaue Zahl der Ausländer in den Terrorlagern sei nicht bekannt, weil nicht alle von ihnen offiziell nach Pakistan einreisen und dann untertauchen würden. Manche kämen auch über die porösen westlichen Grenzen aus Afghanistan oder dem Iran in die pakistanischen Stammesgebiete. (APA)