Washington - Eine Geiselnahme an einer Highschool im US-Staat Wisconsin ist nach rund fünf Stunden für die Geiseln glimpflich zu Ende gegangen. Alle 24 Geiseln, darunter eine Lehrerin, seien unverletzt befreit worden, sagte Polizeichef des Ortes Marinette, Jeffrey Skorik, am Montagabend (Ortszeit). Der 15-jährige Geiselnehmer selbst starb im Krankenhaus.

Der 15-Jährige ist kurz vor Unterrichtsschluss in ein Klassenzimmer der Marinette Highschool (Wisconsin) gestürmt, die er selbst besuchte. Dort nahm er 23 Schüler und eine Lehrerin als Geiseln. Er ließ aber nach und nach fünf Mitschüler wieder frei. Kurz nach 20 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MEZ) waren dann dreimal Schüsse zu hören, woraufhin die Polizisten das Klassenzimmer stürmten. Als die Polizei schließlich in den Raum eindrang, richtete der Teenager die Waffe gegen sich selbst.

Die Geiseln berichteten, ihr Mitschüler habe deprimiert gewirkt, und sie hätten nicht den Eindruck gehabt, dass er ihnen wirklich ein Leid zufügen wollte. 

Das Motiv des Jugendlichen ist noch unklar, er stellte keine Forderungen. Nach Medienberichten dürfte er "Probleme in der Schule" gehabt haben. Die Polizei stellte zwei Handfeuerwaffen sowie Patronenhülsen aus beiden Waffen sicher. (APA)