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Sergio Ramos verweigerte in Amsterdam die Ausführung eines Freistoßes. Offenbar auf Anordnung.

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Nyon - Ein Unglück kommt selten allen. Nach dem Untergang in Barcelona bekam Real Madrid am Tag darauf auch von der UEFA sein Fett weg. Wegen unsportlichen Verhaltens beim 4:0-Auswärtssieg in der Champions League vor einer Woche in Amsterdam setzte es Strafen. Trainer Jose Mourinho wurde für zwei internationale Spiele gesperrt, wobei das zweite Match zu einer dreijährigen Bewährung ausgesetzt wurde. Zusätzlich muss er eine Geldstrafe von 40.000 Euro zahlen. Der spanische Rekordmeister selbst wurde vom UEFA-Disziplinarkomitee zu einer Zahlung von 120.000 Euro verurteilt.

Auch die in den Skandal verwickelten Spieler Xabi Alonso, Sergio Ramos (je 20.000 Euro), Iker Casillas (10.000) und Jerzy Dudek (5.000) wurden von der UEFA zur Kasse gebeten. Die Gesamtsumme der Geldstrafen gegen Real beläuft sich damit auf 215.000 Euro.

Mourinho war vorgeworfen worden, bei Reals Erfolg in der Gruppe G gegen Ajax Alonso und Ramos animiert zu haben, ihre Gelb-Rot-Ausschlüsse mittels Spielverzögerung zu provozieren. Damit fehlen zwar beide Spieler im bedeutungslosen letzten Gruppenspiel gegen AJ Auxerre (Real steht bereits als Gruppensieger fest), können aber unbelastet ins Achtelfinale gehen. Via Kapitän und Torhüter Casillas sowie Ersatzkeeper Dudek soll die Anweisung Mourinhos an Ramos weitergegeben worden sein.  Mourinho hatte sich nach Abpfiff noch über die Platzverweise beschwert. (APA/red)