Moskau - Im Fernen Osten Russlands an der Grenze zu China sind die ersten konkreten Verdachtsfälle der lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS aufgetreten. Vier Menschen mit Symptomen der atypischen Lungenentzündung wurden in der Stadt Blagoweschtschensk am Grenzfluss Amur auf eine Isolierstation gebracht, teilten die regionalen Behörden am Montag mit. Alle hatten in einem Hotel gewohnt, in dem auch Wanderarbeiter aus China leben. Dieses wurde unter Quarantäne gestellt, meldete die Agentur Interfax.

Die Grenze zu China wurde am Montag geschlossen. Blutproben des ersten Erkrankten, eines 25-jährigen Russen, wurden zur Untersuchung auf den SARS-Erreger in das 6.000 Kilometer entfernte Moskau geflogen. Der Epidemie-Amtsarzt des Amur-Gebiets, Wladimir Smirnow, sagte, er erwarte keine Bestätigung des SARS-Verdachts. Wahrscheinlich habe der Patient "eine normale Lungenentzündung mit Komplikationen". (APA/dpa)