Jerusalem - Die USA wollen mittels Satellitenüberwachung sicherstellen, dass sich Israel an die Vorgaben des internationalen Nahost-Fahrplans hält und die völkerrechtswidrige Siedlungstätigkeit in den besetzten palästinensischen Gebieten einstellt. Das berichtet am Dienstag die israelische Tageszeitung "Maariv". Beamte des israelischen Verteidigungsministeriums hätten Führer der Siedlerbewegung bereits darüber unterrichtet. Nach einem Bericht des öffentlichen Rundfunks plant die Siedlerbewegung für Mittwoch Demonstrationen gegen einen Siedlungsstopp.

Die Zahl der jüdischen Siedler im Westjordanland und im Gaza-Streifen ist im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf annähernd 230.000 Personen gestiegen. Nach der Vierten Genfer Konvention ist der Transfer der eigenen Bevölkerung in besetztes Gebiet verboten. Tourismusminister Benny Elon hat sich dafür ausgesprochen hat, die Palästinenser aus dem Westjordanland nach Jordanien zu vertreiben. Dadurch würden die Palästinenser in Jordanien "ihren Staat" erhalten.(APA)