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Foto: Reuters/Lou Dematteis

Auf den Tag genau vor einem Jahr ist hierzulande die Fusion der US-Computerkonzerne Hewlett-Packard und Compaq über die Bühne gegangen. Die beiden Ziele – ein erheblicher Anstieg der Dienstleistungskapazität und eine Kostenreduktion im Endverbrauchersegment – seien bereits frühzeitig erreicht worden, sagte HP-Österreich-Chef Wolfgang Gruber am Mittwoch zur APA. Für das heurige Geschäftsjahr erwartet der Manager eine "Stagnation auf Vorjahresniveau", einen spürbaren Aufschwung am IT-Markt sieht er erst im Jahr 2004.

Marktanteil um 6 Prozent gesteigert

Bei den Windows basierten Servern wurde der Marktanteil seit der Fusion laut Gruber um 6 Prozent auf 50 Prozent gesteigert, bei SAP-Implementierungen wuchs der Marktanteil um 5 Prozent auf 48 Prozent und im PC-Bereich legte HP Österreich um das doppelte auf 12 Prozent zu. Große Erwartungen setzt Gruber in den Trend hin zu mobilen Lösungen, so laufe der Tablet PC (ein tragbarer, kleiner PC, der über eine Handschrifterkennung verfügt) in den ersten Monaten seit Markteinführung "hervorragend". Erhebliches Wachstumspotential habe auch der Bereich Digitalfotografie, wo der Markt weltweit um 33 Prozent wachse, während HP um 58 Prozent zulegen konnte.

Bewerbung für Chipkarte der Sozialversicherungsanstalt

Ein gutes Beratungsgeschäft erwartet sich Gruber im Server- und Speichersegment. Die Unternehmen würden demnach derzeit vor allem brachliegende Ressourcen in ihren Anlagen suchen. Gruber: "Das zentrale Thema in den Firmen ist der Return of Investment, und das wird noch eine Weile so andauern." Außerdem will sich HP verstärkt um den Chipkartenmarkt kümmern. So werde sich der Konzern an der Ausschreibung für die Chipkarte der Sozialversicherungsanstalt beteiligen, kündigte Gruber an.

"Hervorragend funktioniert"

Die Fusion der beiden Konzerne habe in Österreich nicht zuletzt deshalb so "hervorragend funktioniert", da beide Unternehmen keine Produktionsbetriebe hatten. Dementsprechend gering waren auch die Kündigungszahlen im internationalen Vergleich: Rund 40 Mitarbeiter mussten laut Gruber gehen. Derzeit werden 840 Mitarbeiter beschäftigt.

Inklusive Exportanteil betrug das Auftragsvolumen im vergangenem Jahr 671 Mio. Euro, um 4 Prozent weniger als das geschätzte gemeinsame Jahresergebnis von HP und Compaq 2001.(APA)