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Am 13. Mai wird wieder gestreikt, danach wahrscheinlich auch.

foto: apa/eggenberger
Wien - Eine Großdemo in Wien und schulfrei für BHS- und Pflichtschüler: Das ist das vorläufige Programm der Gewerkschaft für den 13. Mai. Lediglich Oberösterreichs Pflichtschulen scheren aus, weil die Kinder dort wegen der Generalversammlung der Lehrervereine am 14. Mai schulfrei haben. Proteste - etwa Dienststellenversammlungen - soll es aber trotzdem geben.

Am Dienstag werden in der Bundeshauptstadt ab ungefähr 17 Uhr zwei Demonstrationszüge von West- und Südbahnhof in Richtung Bundeskanzleramt losziehen, dort ist um 19 Uhr eine Abschlusskundgebung geplant.

Für die westlichen Bundesländer seien bereits acht Sonderzüge organisiert worden, mit denen rund 8000 Menschen transportiert werden können, so Wilhelm Haberzettl, Chef der Eisenbahnergewerkschaft. Bei weiteren Eisenbahnerstreiks könnte auch der Personenverkehr betroffen sein. Bei der Finanzverwaltung sollen am kommenden Freitag von 9.00 bis 11.00 Uhr keine Anrufe in der Telefonzentrale angenommen. Was noch alles an Kampfmaßnahmen kommen wird - darüber halten sich derzeit alle Teilgewerkschaften bedeckt. In den nächsten Tagen wird darüber intensiv beraten. Die Gangart könne bei Bedarf noch "weiter verschärft" werden hieß es.

Das hängt aber auch davon ab, "ob wir zum Dialog eingeladen werden", so Gewerkschafter zum Standard. Im Kanzleramt wird darauf verwiesen, dass die Pensionsreform mittlerweile Sache des Parlaments sei. Außerdem seien von der Gewerkschaft bisher keine echten Alternativvorschläge gekommen.

Genaue Zahlen über das Ausmaß der Streikstunden am 6. Mai gibt es noch nicht. Der ÖGB rechnet noch. (mon/DER STANDARD, Printausgabe, 8.5.2003)