Algier - Auf der Suche nach den 31 vermissten Sahara-Touristen - darunter zehn Österreicher - sind weiterhin 5.000 Soldaten und Sicherheitskräfte in der Südalgerien im Einsatz.

Sie werden von drei Flugzeugen und drei Helikoptern unterstützt, die ein Gebiet von mehr als 30.000 Quadratkilometern abfliegen, berichtete die Parlamentskommission für Tourismus am Mittwoch in Algier. Die Zeitung "Le Soir d'Algerie" zitierte Innenminister Nouredinne Zerhouni, der davor gewarnt habe, die laufenden "Operationen" in der algerischen Wüste zu gefährden.

Der algerische Innenminister hatte am Vortag im Fall der 31 verschwundenen Touristen jegliche Verhandlungen oder Kontakte mit Entführern abgestritten. Es gebe keine Gewissheit über die Lage der 31 Menschen. Außerdem wisse er noch nicht einmal genau, "ob diese Touristen entführt worden sind oder sich verirrt haben", sagte Zerhouni nach einem Bericht der Kommission. Er trug damit zu einer erneuten Verwirrung bei, nachdem Tourismusminister Lakhdar Dorbani am Sonntag von Verhandlungen um die Freilassung der 31 gesprochen hatte, was Zerhouni dann dementierte. (APA)