Wien - Einige heimische Banken haben begonnen, ihre bisher für Konsumenten nachteiligen Geschäftsbedingungen für Bankomatkarten zu verbessern. Die Kreditinstitute zeigen sich nach einer gerichtlichen Klage durch den Verein für Konsumenteninformation (VKI) "plötzlich beweglich" und hätten angefangen, für ihre Kunden Verbesserungen in drei wesentlichen Punkten ihrer Bankomatbestimmungen vorzunehmen, teilt das für Konsumentenschutz zuständige Staatssekretariat am Mittwoch mit.

Neue Regelung bei Verlust der Karte

Von zentraler Bedeutung sei die neue Regelung bei Verlust der Karte, heißt es. Die Konsumenten haften nur mehr dann für die vor der Sperre der Karte abgehobene Summe, wenn sie dem Täter sorgfaltswidrig den Berechtigungscode zugänglich gemacht haben. Bisher hätten die Verbraucher eigentlich immer bis zur Höhe des Überziehungsrahmen gehaftet, hieß es aus dem Staatssekretariat. Sorgfaltswidrig wäre es etwa, wenn Karte und Code gemeinsam in der Geldtasche aufbewahrt oder Dritten - etwa Freunden - zur Verfügung gestellt werden.

Verbesserte Sperrorganisation

Auch die Sperrorganisation habe sich für die Kunden verbessert. Es wird nunmehr eine zentrale telefonische Sperre sowohl bei der Bank, als auch über den Europay-Sperrnotruf 0800/2048800 rund um die Uhr möglich sein. Die Sperre wirkt spätestens zwei Stunden nach Einlangen statt bisher nach vier Stunden.

Bezugslimits am Kontoauszug

Zudem scheinen in Hinkunft die Bezugslimits, bis zu denen täglich abgehoben werden kann, in Hinkunft auf den Kontoauszügen auf. Damit sei sichergestellt, dass die Konsumenten die Limits kennen. Sind diese zu hoch, können niedrigere vereinbart werden. Einseitige Erhöhungen durch die Banken sollten damit der Vergangenheit angehören. (APA)