Madrid - Der (Noch)-Austrianer Djalma Feitoza Dias "Djalminha" ist am Mittwoch auf dem Madrider Flughafen unangenehm aufgefallen, er soll einen Iberia-Angestellten mit einem "Kopfstoß" eine Nasenverletzung zugefügt haben, worauf hin gegen den Brasilianer Anzeige bei der Polizei erstattet wurde.

Disput um Boarding Card

Die Vorgeschichte: Der Brasilianer weilte am Dienstag beim Fußball-Champions-League-Halbfinal-Hinspiel Real - Juventus (2:1) in Madrid. Am Mittwoch wollte er nach Wien zurückfliegen, er durfte aber nicht an Bord der Maschine, da er keine Boarding Card vorweisen konnte. Diese hätte er verloren. Daraufhin wurde der Kicker aufgefordert, sich am Iberia-Schalter ein anderes Ticket zu besorgen. Das lehnte Djalminha mit der Begründung ab, da müsste er sich anstellen und würde daher das Flugzeug verpassen. Er wolle lieber direkt am Gate bezahlen.

Kopfstoß oder Schlag ins Gesicht

Das wurde aber nicht gestattet, ein Supervisor geholt, die Folge war - so wird von der Iberia behauptet - ein Kopfstoß von Djalminha, nicht mit dem Ball, sondern mit der Nase des Supervisors, der sich daraufhin ärztlich behandeln ließ und Anzeige erstattete. Der Brasilianer seinerseits behauptete bei der Guardia Civil - so lautete jedenfalls eine Agenturmeldung aus der spanischen Hauptstadt - er sei das Opfer gewesen und vom Supervisor ins Gesicht geschlagen worden. Von der Austria hieß es nur, Djalminha habe angerufen und mitgeteilt, er hätte das Flugzeug verpasst.

Kopfstoß-Zwischenfall bei La Coruna

Der Brasilianer, der im Herbst von Deportivo La Coruna an die Austria verliehen wurde, ist in der vergangenen Saison beim galizischen Spitzenklub nicht zuletzt deshalb besonders aufgefallen, weil er seinen Trainer Javier Irureta bei einem Disput im Training (der Coach hatte ihn auf die Liste der Ersatzspieler gesetzt) angeblich auch mit einem "Kopfstoß" bedachte. (APA/AFP/Reuters)