Der Webshop der FDP

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Die ARD-Eilmeldung

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Hacker aus dem Umfeld des laufenden Chaos Communication Congress (27c3) haben den Webshop der FDP defaced, seines Gesichts beraubt (siehe Screenshot). So war ein Foto eines Heißluftgebläse mit folgender Aufschrift zu sehen: "Rede von Guido Westerwelle? Hier drücken". Auch sollen die Angreifer an sämtliche Kundendaten gelangt sein.

"Eule von Reissack erschlagen"

Am gestrigen Montag wurde auch die ARD-Homepage von Hackern heimgesucht. Sie konnten, für etwa eine Viertelstunde, eine launige "Eilmeldung" platzieren. "Verseuchtes Paket im Kölner Dom gefunden" konnten Besucher lesen.  Der weitere Wortlaut: "Nach Informationen von Reuters wurde die Todesursache der am Montagnachmittag im Kölner Dom gefundenen toten Eule festgestellt. So soll Gottes Zorn einen Reissack zum Umfallen gebracht haben, der die Eule dann erschlug. Da ein Terroranschlag aber nicht ausgeschlossen werden kann, untersucht zur Zeit ein Strahlenschutzteam der Kölner Feuerwehr die nähere Umgebung. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass jedem, der Kontakt zu der Eule hatte, morgen die Eier ausm Sack fallen." 

"Wir hatten keine Bekennerschreiben, es gibt keine Spuren irgendwohin."

"Es war ein Hacker-Angriff", sagte die stellvertretende Redaktionsleiterin des Onlineportals, Susanne Solau, am Dienstag in München. "Wir hatten keine Bekennerschreiben, es gibt keine Spuren irgendwohin."

Profis

Techniker seien die ganze Nacht damit beschäftigt gewesen, die Sicherheitslücke zu schließen und herauszufinden, wer auf welchem Wege die Meldung ins Netz gestellt hatte. "Wenn es Profis waren - und davon gehen wir aus - ist es sehr schwierig, sie zu finden", sagte Solau. Derartige Angriffe seien aber selten. Die Sicherheitsvorkehrungen würden nun verschärft. (APA/red)

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