Viele weit verbreitete Handymodelle lassen sich mit einem Angriff per SMS lahmlegen. Das haben zwei Hacker Montagabend auf dem Chaos Communication Congress (27c3) in Berlin berichtet.  Werden bestimmte Kurznachrichten auf ein Gerät geschickt, kann es zum Absturz gebracht werden. In einigen Fällen sei es sogar möglich, das Telefon vollständig außer Gefecht zu setzen. Zu den betroffenen Herstellern gehören unter anderem Nokia, SonyEricsson, Samsung und LG.

Das Tückische: Nutzer sehen diese SMS teils gar nicht

Als mögliches Angriffsziel haben Collin Mulliner und Nico Golde sogenannte Feature Phones ausgemacht. Das sind weit verbreitete Handys wie die Nokia-Modelle der Series 40 (3110c, 6300 und andere) oder die Walkmen-Handys von SonyEriccson (W8000i, W810i, W890i), die über wenig mehr Funktionen als SMS, MP3-Player oder einen einfachen Browser verfügen. Sie dominieren nach wie vor den Handymarkt. Einen Angriffspunkt bieten die vielfältigen SMS-Funktionen. Einige davon werden nur selten genutzt und enthalten womöglich unentdeckte Programmierfehler. Diese Lücken können Angreifer mit präparierten Nachrichten ausnutzen, um beispielsweise das Handy aus der Ferne zum Absturz zu bringen oder auszuschalten. Das Tückische: Nutzer sehen diese SMS teils gar nicht. (APA/dpa/red)

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