Großunternehmen können massiv vom Einsatz von Open-Source-Software profitieren, besonders im Büroanwendungsberreich sind damit erhebliche Einsparungspotenziale möglich. Wie der schweizerisch-deutsche Marktforscher Soreon in einer Studie erhoben hat, spart ein Großunternehmen mit 2.000 Arbeitsplätzen über drei Jahre bei Büroanwendungen 525.000 Euro. Das bedeutet einen Kostenvorteil von 20 Prozent. Kleine und mittlere Unternehmen profitieren allerdings nur wenig von Open Source, hier liegen die Kostenvorteile bei mageren zwei bis sieben Prozent.

Einsparungen

Laut Studie könnten Großunternehmen sogar im Server-Bereich durch den Umstieg von Windows auf Linux fast 30 Prozent der Kosten einsparen, 25 Prozent der Kosten ließen sich mittels Ersatz teurer proprietärer Datenbanksoftware durch Open-Source-Datenbanken einspielen. Auch bei Content-Management-Systemen kann der Einsatz alternativer Software bis zu einem Viertel der Kosten bringen. Die Kostenvorteile würden, so die Marktforscher von Soreon, vor allem durch den Wegfall der Lizenzkosten erzielt, die Einführungskosten bei Open Source seien dagegen teilweise etwas höher als die etwa von Microsoft-Systemen.

Mangel

Während die Einsparpotenziale für Großunternehmen eine durchaus nennenswerte Dimension erreichen, können KMU kaum von Open Source profitieren, schreibt Soreon. Der Grund dafür liege hauptsächlich im mangelnden hausinternen Know-how für Open-Source-Produkte. Der Betrieb könne nur mit teurer externer Unterstützung gefahren werden. Darüber hinaus würden höhere Schulungskosten das Budget belasten. Für die Studie sind 50 deutsche Unternehmen detailliert zu ihren Software-Aufwendungen befragt worden. Daneben wurden Preisdaten bei deutschen Software-Händlern, Systemhäusern und Schulungsfirmen eingeholt. (pte)