Amsterdam - Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat in dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2002/2003 einen deutlich höheren Verlust eingeflogen als im Vorjahr. Unter dem Strich blieb ein Minus von 416 Mio. Euro, teilte die Airline am Donnerstag in Amsterdam mit. Im Geschäftsjahr 2001/2002 hatte KLM einen Verlust von 156 Mio. Euro gemacht. Das schlechte Ergebnis führte das Unternehmen in erster Linie auf die flaue Weltkonjunktur, den Konflikt im Nahen Osten und den Ausbruch der Lungenkrankheit SARS zurück. Der Umsatz sank nur leicht um 0,7 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro.

Allein im letzten Quartal von Jänner bis März sei ein Nettoverlust von 447 Mio. Euro aufgelaufen, hieß es weiter. Dabei habe allein die von einem Schiedsgericht verhängte Geldbuße, die KLM wegen der im April 2000 geplatzten Allianz an die italienische Alitalia zahlen musste, mit 180 Mio. Euro zu Buche geschlagen. Zudem habe der Konzern 49 Mio. Euro für sein striktes Sparprogramm zurücklegen müssen. Weil die SARS-Krise ebenso wie die wirtschaftliche Schwäche andauere, erwartet KLM auch in absehbarer Zukunft keine Verbesserung des laufenden Geschäfts. Die Airline hatte bereits zuvor als Teil ihrer notwendigen Sparpläne die Streichung von 3000 Stellen angekündigt.(APA)