Belgrad - Serbien hat am Donnerstag in Merdare, an der administrativen Grenze zum Kosovo, die Überreste von 50 Kosovo-Albanern an Gerichtsmediziner der Vereinten Nationen übergeben. Die UNO-Gerichtsmediziner wollen gemeinsam mit serbischen Pathologen versuchen, die Leichen zu identifizieren, meldete die Nachrichtenagentur Beta. Auf der kosovarischen Seite der Grenze sammelten sich einige Dutzend Angehörige von vermissten Albanern mit Plakaten wie "Freiheit für alle" und "Wir warten auf die Lebenden".

In drei Massengräbern in Serbien, die sich auch auf Polizeigelände befanden, sind bisher die Überreste von insgesamt 930 Kosovo-Albaner exhumiert worden. Es handelt sich um Opfer des Kosovo-Konflikts, der im Juni 1999 nach fast dreimonatigen NATO-Luftangriffen beendet wurde. (APA/dpa)