Breslau - Deutschland, Frankreich und Polen haben eine intensivere Zusammenarbeit in der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik vereinbart. Dazu sollten künftig regelmäßig Konsultationen zwischen den drei Ländern stattfinden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung, die der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder und die Staatspräsidenten Jacques Chirac und Aleksander Kwasniewski am Freitag nach ihrem Gipfeltreffen in Breslau veröffentlichten.

Ziel sei es, die "zivilen und militärischen Fähigkeiten" im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu beschleunigen und die strategische Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und der NATO zu verstärken. Partnerschaft EU-NATO stärken

Mit den regelmäßigen Treffen solle die Entwicklung ziviler und militärischer Kapazitäten im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) beschleunigt werden, hieß es weiter. Zudem solle die strategische Partnerschaft zwischen der EU und der NATO gestärkt werden. Durch den Dialog und die Zusammenarbeit könne das Weimarer Dreieck eine "Initiativkraft" für die erweiterte EU werden.

Die drei Staats- und Regierungschefs kamen im polnischen Breslau im Rahmen des Weimarer Dreiecks zu Gesprächen zusammen. In der Irak-Krise hatte sich Polen auf die Seite der USA gestellt, während Deutschland und Frankreich einen Angriff auf den Irak kategorisch ablehnten. Im Mittelpunkt der etwa einstündigen Dreier-Unterredung sollte die multilaterale Stabilisierungstruppe für den Irak stehen, in der Polen als eine von drei oder vier Führungsnationen eine wichtige Rolle spielen soll. (APA/AP)