Bei Aushubarbeiten in der Donau beim Alberner Hafen in Wien-Simmering hat ein Baggerfahrer am Dienstagvormittag eine 250-Kilo-Fliegerbombe "geborgen". Laut Polizei wurden mehrere Firmengebäude geräumt und das Gebiet gesperrt, ehe der Entminungsdienst das Kriegsrelikt entschärfte und abtransportierte.

Die Polizei wurde um 9.30 Uhr verständigt, nachdem der Baggerfahrer bei Aushubarbeiten samt Erdreich auch den Sprengkörper plötzlich aus zweieinhalb bis drei Metern Tiefe ans Tageslicht befördert hatte. Die Bombe fiel beim Entleeren der Baggerschaufel zu Boden. Der Entminungsdienst des Innenministeriums stellte fest, dass es sich um eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe mit voll funktionsfähigen Zündern an Kopf und Heck handelte, wie die Polizei am Nachmittag in einer Aussendung mitteilte.

Totalsperre und Evakuierung

"Aufgrund der Gefährdungslage wurde eine Totalsperre im Umkreis von etwa 400 Metern und die Evakuierung aus dem Sperrkreis veranlasst", hieß es in der Aussendung. Mehrere Firmengebäude wurden evakuiert und Zufahrtswege gesperrt. Kurz nach 12.00 Uhr wurden die Maßnahmen aufgehoben.

In Wien war erst am 4. Jänner eine Fliegerbombe aus der Alten Donau geholt worden. Ein Passant war am Neujahrstag auf das eingefrorene Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg aufmerksam geworden. Zur Bergung wurden Löcher in die Eisdecke geschnitten, ehe Taucher des Entminungsdienstes die Bombe heben konnten. (APA)