Bagdad - Das irakische Außenministerium hat am Sonntag seine Arbeit wieder aufgenommen. Geleitet wird das Bagdader Außenamt vom ehemaligen Generaldirektor des Ministeriums, Amin Ahmed, sowie dem US-Berater David Dunford. Ahmed wurde zum Chef eines Komitees ernannt, das die Beamten anweisen, geplünderte Büros in Stand setzen und den Kontakt zu ausländischen Diplomaten in Bagdad wieder aufnehmen soll.

Zunächst müssten die Gebäude des Ministeriums so hergerichtet werden, dass die Beamten wieder zum Dienst kommen könnten, sagte Ahmed. Hunderte kamen bereits am Sonntag zum Ministerium, um eine erste Zahlung in Höhe von 20 Dollar (17,4 Euro) entgegenzunehmen.

Nach eigenen Angaben wurde Ahmeds von der US-Verwaltung nicht zu seiner Tätigkeit während der Herrschaft des entmachteten Staatschefs Saddam Hussein befragt. Er habe auch keine Erklärung unterschreiben müsse, dass er sich von Saddam Husseins Baath-Partei distanziere. US-Berater Dunford sagte dazu, die Überprüfung der Vergangenheit der Beamten habe keine Priorität. Das sei Aufgabe der zukünftigen irakischen Regierung. Wichtig sei nun, den Irakern zu zeigen, dass es wieder Autoritäten im Irak gebe. (APA/AFP)