Kairo - US-Außenminister Colin Powell ist am Montag aus Israel kommend in Ägypten eingetroffen, um mit Staatspräsident Hosni Mubarak über die Zukunft des Nahost-Friedens-Fahrplanes der USA, der EU, Russlands und der Vereinten Nationen zu sprechen. Die ägyptischen Zeitungen äußerten sich am Montag durchwegs negativ über die Ergebisse von Powells Treffen mit der israelischen Führung am Wochenende. Während die Palästinenser alle in dem Plan enthaltenen "Kröten" geschluckt hätten, lehne Israels Ministerpräsident Ariel Sharon jeden einzelnen Aspekt der internationalen Friedensinitiative ab, schrieb die halbamtliche Tageszeitung "Al Ahram".

Der Fahrplan des so genannten Nahost-Quartetts sieht unter anderem einen Stopp des jüdischen Siedlungsbaus in den besetzten Gebieten vor. Mehrere arabische Regierungschefs und Politiker hatten den USA in den vergangenen Tagen vorgeworfen, sie übten nicht genügend Druck auf Sharon aus. Israelische Medien meldeten am Montag, Sharon habe negativ auf die Forderung Powells reagiert, die völkerrechtswidrigen Siedlungsaktivitäten in den besetzten Palästinensergebieten einzufrieren. Der Friedensplan des Nahost-Quartetts soll bis 2005 zur Errichtung eines souveränen palästinensischen Staates führen. (APA/dpa)