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Grafik: Registrierte arbeitslose AkademikerInnen
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Grafik: APA
Wien - Einen erneut starken Anstieg der AkademikerInnen-Arbeitslosigkeit meldet das Arbeitsmarktservice (AMS) in seiner neuen Sonder-Auswertung, die zwei Mal jährlich durchgeführt wird. Mit Stichtag Ende März waren 6.535 DoktorInnen, Magister/ras, DiplomingenieurInnen und andere HochschulabsolventInnen arbeitslos, um 12,8 Prozent mehr als im März 2002. Die prozentuell stärksten Zuwächse gab es bei jungen AkademikerInnen bis 29 Jahre (plus 16,3 Prozent). Besonders stark ist die Zahl der langzeitarbeitslosen AkademikerInnen (über zwölf Monate vorgemerkt) angestiegen, und zwar um 62,3 Prozent auf 516 Personen.

Männliche Hochschul-Absolventen sind mit 3.586 Arbeitslosen (plus 17,7 Prozent gegenüber März 2002) häufiger betroffen als Frauen (2.949, plus 7,4 Prozent). Nach Alter betrachtet waren 1.142 AkademikerInnen (plus 16,3 Prozent) von 22 bis 29 Jahren, 4.288 (plus 13,2 Prozent) von 30 bis 49 Jahren und 1.105 (plus acht Prozent) ohne Job.

Die durchschnittliche Vormerkdauer für arbeitslose AkademikerInnen betrug 160 Tage, um vier mehr als im Vorjahr. Dem AMS standen insgesamt 160 offene Stellen (minus sieben Prozent) zur Vermittlung für Akademiker zur Verfügung.

2,6 Prozent aller Arbeitslosen sind AkademikerInnen

Der Anteil arbeitsloser Personen mit Uni-Abschluss an allen Arbeitslosen stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent. Mit 771 Arbeitslosen sind Absolventen der Studienrichtung Rechtswissenschaft am meisten von der Arbeitslosigkeit betroffen, gefolgt von Betriebswirtschaft (745), Medizin (375), Handelswissenschaft (240), Psychologie (222), Architektur (213) und Lehramtsstudien (206).

Nach Berufsgruppen betrachtet ist der Bereich Gesundheits- und Lehrberufe mit 42,4 Prozent Anteil an allen Arbeitslosen Akademikern am stärksten betroffen, gefolgt vom Bereich Verwaltung und Büro mit 31,2 Prozent und Technische Berufe (17,7 Prozent). (APA)