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Die Reise der Astronauten Garan, Samokutyaev und Borisenko zur ISS verschiebt sich auf den 10. April ...

Foto: Misha Japaridze/AP/dapd

Moskau - Panne vor dem 50. Jubiläum des ersten bemannten Weltraumflugs: Die Raumfahrtnation Russland hat wegen eines technischen Problems den für Ende März geplanten Start einer Sojus-Kapsel zur Erinnerung an Juri Gagarin auf den 10. April verschoben. Der mit drei Astronauten geplante Flug zur Internationalen Raumstation ISS, zu dem internationale Gäste eingeladen waren, könne wegen einer defekten Schaltkreis-Anlage nicht pünktlich starten. Das teilte der Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Alexander Worobjow, am Montag nach Agenturangaben in Moskau mit.

Mit dem Sojus-Flug vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) erinnert Russland daran, dass Gagarin als erster Mensch am 12. April 1961 ins All geflogen war. Das Ereignis feierte die damalige Sowjetunion als Eroberung des Weltraums und Sieg des Sozialismus.

"Peinliche Panne"

Kommentatoren in Moskau sprachen von einer neuen peinlichen Panne für die auf ihre Weltraumtradition so stolze Nation. Erst im Dezember waren drei Satelliten für das russische Navigationssystem Glonass kurz nach dem Start abgestürzt. Moskauer Medien zufolge muss jetzt Roskosmos-Chef Anatoli Perminow mit seinem Rauswurf rechnen. Der verspätete Start des Jubiläumsfluges sei der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringe, verlautete aus Raumfahrtkreisen in Moskau.

Kommando-Übergabe an Bord der ISS

Mit der Sojus-Mission TMA-21, die nun erst am 10. April starten wird, sollen NASA-Astronaut Ron Garan, der russische Kosmonaut und Sojus-Kommandant Alexander Samokutyaev sowie Kosmonaut Andrey Borisenko zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. An Bord der Raumstation ersetzen sie Scott Kelly, Alexander Kaleri und Oleg Skripochka, die die Raumstation in der Nacht auf Mittwoch an Bord der Sojus-Kapsel TMA-01M verlassen haben. Am Montag Abend gab es eine offizielle Zeremonie, in deren Rahmen das ISS-Kommando von Kelly auf den Kosmonauten Dmitry Kondratyev überging.

Die Crew der "Expedition 27" (die ISS-Langzeitbesatzung) wird neben Kondratyev aus NASA-Astronautin Cady Coleman, ESA-Astronaut Paolo Nespoli aus Italien - die sich alle drei bereits an Bord der ISS befinden - und der Crew der nächsten Sojus-Mission bestehen. (red/APA/Reuters)