Der Radiofabrik entgingen gerade 15.000 Euro EU-Projektgeld. Brüssel wollte Features von Salzburgs freiem Radio über Flüchtlingsschicksale fördern. Doch das Land Salzburg weigerte sich, 5000 Euro beizusteuern; die EU-Gelder verfielen. Ähnliches droht jetzt dem nicht kommerziellen Community TV dort. Knapp 130.000 Euro Förderung bewilligte der Rundfunkfonds des Bundes "FS1 - Freies Fernsehen Salzburg".

Für die Folgejahre stellte der Fonds dem TV-Sender laut Alf Altenhof, Geschäftsführer der Radiofabrik, weit höhere Summen in Aussicht. Doch aus der notwendige Kofinanzierung durch Land und Stadt dürfte vorerst nichts werden. Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) befürchtet ein finanziell unüberschaubares Dauerprojekt, will aber zumindest 10.000 Euro zuschießen.

Auf Landesebene schieben einander die Koalitionspartner SPÖ und ÖVP die Verantwortung zu. Somit werden die knapp 130.000 Euro bald wieder an den Bundesfonds zurückzuzahlen sein. (neu, DER STANDARD; Printausgabe, 19./20.3.2011)